Wie werden Beschäftigte zu Ausbilder*innen?
Wie kommen eigentlich Beschäftigte dazu, Ausbildungsaufgaben im Betrieb zu übernehmen? Eine Studie von Anke Bahn und Margit Ebbinghaus zeigt, dass diese Tätigkeiten in vielen Betrieben als selbstverständliche Zusatzaufgabe gelten und nicht immer aus eigener Initiative übernommen werden.
Befragt wurden Beschäftigte in Betrieben, die an Ausbildung beteiligt sind. Dazu gehörten sowohl offiziell gemeldete Ausbilder*innen als auch andere ausbildend tätige Beschäftigte. Nur etwa ein Drittel der Befragten gab an, freiwillig in die betriebliche Ausbildung eingestiegen zu sein.
Was bedeutet das für die Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen?
Für eine erfolgreiche Ausbildung reicht es nicht aus, Beschäftigte formal als Ausbilder*innen zu benennen. Gerade Auszubildende, die Unterstützung benötigen oder sich im Betrieb unsicher fühlen, sind auf verlässliche Ansprechpersonen und eine gute Begleitung angewiesen.
Betriebe sollten deshalb bereits vor der Übertragung von Ausbildungsaufgaben gemeinsam mit den Beschäftigten klären, ob Interesse an dieser Rolle besteht, ausreichend Zeit zur Verfügung steht und die nötigen Kompetenzen vorhanden sind. Ausbildungsaufgaben sollten möglichst klar verteilt und Zuständigkeiten eindeutig festgelegt werden. So wissen alle Beteiligten, wer für die Anleitung im Arbeitsalltag, Gespräche, Feedback und die Begleitung der Auszubildenden verantwortlich ist.
Übrigens bietet DNA Berlin Schulungen für Personal in Betrieben an. Diese können dazu beitragen, Beschäftigte gezielt auf ihre Ausbildungsaufgaben vorzubereiten und ihre Motivation für die Rolle als Ausbilder*in zu steigern.
Hat die Studie Ihr Interesse geweckt? Weitere Informationen im BWP-Beitrag zur Studie