DUO Mentoring stellt sich vor
Was genau ist das Landesprogramm Mentoring?
Das Landesprogramm Mentoring ist eine Dachorganisation, gefördert durch den Senat Berlin. Es verbindet ehrenamtlich engagierte Mentor*innen mit Auszubildenden (Mentees) für eine individuelle Stärkung und einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung in Berlin. Das zentrale Ziel des Programms ist es, die Zahl der Ausbildungsabbrüche im Land Berlin zu reduzieren. Der Fokus liegt darauf, Auszubildende in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, Selbstorganisation sowie beim Zurechtfinden in der Arbeitswelt zu stärken, um zu helfen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss zu erhöhen. Unter dem Dach des Landesprogramms Mentoring sind neun Projekte versammelt, die ehrenamtliches Ausbildungsmentoring im Auftrag der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung anbieten. Darunter LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit.
Wofür steht die Abkürzung DUO?
Durch Unterstützung Orientiert
Und was ist das Besondere an DUO?
DUO wendet sich insbesondere an Frauen und FLINTA-Personen, aber auch Männer sind ganz herzlich willkommen. Das Programm will gezielt qualifizierte Fachkräfte stärken und Chancengleichheit schaffen. DUO ist komplett kostenfrei. Der Träger LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit bringt dabei über 35 Jahre Erfahrung in der Umsetzung und Koordination von Netzwerken sowie in der Steuerung komplexer Projektverbünde mit. Zentral für uns ist das berufliche Empowerment von Frauen im handwerklichem und technischem Bereich, in Klima- und Umweltberufen.
Wie bringt ihr Ausbildungsbegleiter*innen mit ihren ratsuchenden Auszubildenden und DUO beziehungsweise den anderen Projekten zusammen?
Wir sind auf Messen sowie Ausbildungsveranstaltungen präsent und gehen in Oberstufenzentren in die Klassen. Wir stellen das Programm regelmäßig bei diesen Gelegenheiten vor.
Welche Vorteile haben die Auszubildenen davon?
Es geht in erster Linie darum, dass mehr Azubis ihre Ausbildung mit Erfolg und Spaß durchziehen und jemanden außerhalb des Betriebs und persönlichen Umfelds zum Reden haben. Hier ein paar Beispiele, was mögliche Themen im Tandem sein könnten:
– Tipps zur Prüfungsvorbereitung: Weitergabe bewährter Lernmethoden.
– Neue Perspektiven eröffnen: Bei Konflikten mit Kolleg*innen oder Vorgesetzten über Lösungswege sprechen.
– Sprachbarrieren überwinden: Deutsch üben und so den Berufsalltag erleichtern.
– Berufseinstieg begleiten: Gemeinsam Bewerbungen optimieren, Strategien für die Jobsuche entwickeln – vor allem, wenn der Ausbildungsbetrieb nicht übernehmen kann.
Und welche Vorteile haben die Mentor*innen?
Mentor*in sein ist eine sinnstiftende Aufgabe – es kann viel Freude bereiten, Erfahrungen und Wissen weiterzugeben. Auch kann es sehr zufrieden machen zu sehen, wie andere ihren Weg meistern. Weiterhin gibt es Schulungen und Zertifikate zu dieser Aufgabe, die sicherlich auch im weiteren Leben hilfreich sind. Und wir können eine kleine Aufwandsentschädigung innerhalb der Ehrenamtspauschale zahlen.
Gibt es eine Erfolgsgeschichte, die ihr mit uns teilen möchtet?
Eine Auszubildende in der IT war bereits im zweiten Ausbildungsjahr, als ihr Betrieb Stellen strich. Auch ihre war davon betroffen, obwohl ihre Ausbildung noch nicht zu Ende war. Mit Hilfe ihrer Mentorin hat sie schnell wieder eine andere Möglichkeit gefunden, um die Ausbildung fortzusetzen. Sie treffen sich weiterhin.